Niemals alles verraten!

 

Verraten Sie Ihre gesamte Botschaft bereits vollständig auf der Folie, so dass keine Spannung entsteht?

Ist das Gesagte wörtlich dasselbe wie das Gezeigte, anstatt es zu ergänzen?

Je weniger selbsterklärend die Folie ist, desto besser! Haben Sie den Mut, eine Spannung im Raum entstehen zu lassen, indem Sie aus der Folie ein Rätsel machen. Sie als Redner lösen die Spannung mit Ihrer Erläuterung auf. So wird Ihre Präsentation unterhaltsam, spannend und interessant.

Berlin, 27.06.2013

 

Niemals Fließtext auf der Folie verwenden!

 

 

Sie können mir nicht zuhören, während Sie gleichzeitig versuchen einen Text von einer Folie zu lesen.Wir alle haben diese Erfahrung schon häufig gemacht und schon 1000 mal gehört: „Fließtext ist Tabu auf PowerPoint- Folien“.

Aber niemand hat uns wirklich gesagt WARUM das so ist.

Mir hat es sehr geholfen zu verstehen, warum Fließtext bei Live-Präsentationen  kontraproduktiv ist.

Da gibt es nämlich ein Missverständis:
Während der Präsentation nehmen wir Informationen hauptsächlich durch Augen und Ohren auf.
Wir glauben irrtümlicherweise: Wir lesen den Text mit dem Augen und hören dem Redner mit unseren Ohren zu. Doch das stimmt verrückter weise so nicht ganz.
In Wahrheit nehmen wir den Text zwar mit den Augen auf, lesen ihn uns jedoch innerlich vor und hören uns selbst dabei zu. Das macht es sehr schwer bis unmöglich, gleichzeitig dem Redner aufmerksam zuzuhören. Fließtext ist so böse, dass er unsere beide Sinneskanäle gleichzeitig in Beschlag nimmt. Er Fliesstext blockiert also den Hörkanal.

Das ist dann so, als ob zwei Menschen gleichzeitig auf Sie einreden. Sie bekommen einfach nichts mehr so richtig mit.

Dennoch gibt es zwei Ausnahmen:

Kurze Texte bis zu ungefähr vier Worten – gelten nicht als Fließtext sondern als Bild, da wir die Buchstaben sehr schnell erfassen und in innere Bilder übersetzen

Wenn Sie trotzdem Fließtext verwenden müssen, für z.B. ein Zitat oder eine Definition, können Sie das nur tun, wenn Sie jedes Wort tatsächlich vorlesen.
Berlin, 03.06.2013

Farbe ist Information:

 

 

Farben sind eine eingene Sprache für sich. Die Farbe, die Sie für ein Objekt wählen, hat immer eine Bedeutung. Wenn man Sie nicht kennt, kann man sie nicht bewußt Einsetzen und sendet möglicherweise Botschaften raus, die man gar nicht senden wollte.

Umgekehrt: Kennt man die Bedeutung von Farben kann man seine Aussage stark unterstützen – ohne das die Zuschauer es bewußt wahrnehmen.Die Psychologie hat längst festgestellt, dass Farbe das menschliche Verhalten beeinflußt.

Wie wir Farbe intepretieren und verstehen basiert auf unserer Beobachtung der Natur und Kultur.

Eine grüne Erdbeere bedeuter Unreife. Ein rote Flagge kann Warnung oder sogar eine politische Bedeutung haben. Wenn wir Marsmännchen zeigen, verwenden wir oft grün.

Wir sagen: Er ist grün hinter den Ohren oder gelb vor Neid. Die Liebe ist fast immer rot und der Tod ist schwarz.

Wenn wir Objekten auf der Folie Farben zuordnen sollten wir uns der Wirkung und Bedeutung bewußt sein, die wir immer damit mitschicken.

Berlin, 28.05.2013

Niemals zu viele Informationen gleichzeitig!

 

 

Eine Folie darf so viele Objekte haben, wie Sie wollen. Nur müssen Sie jedes einzelne Objekt, das erscheint auch namentlich vorstellen. Erscheinen mehr als zwei oder drei Objekte gleichzeitig, ist das Gehirn sofort überfordert und Sie kommen mit deren Vorstellung nicht schnell genug hinterher. Wenn Sie auch nur ein einziges Objekt nicht ansprechen bzw. vorstellen verlieren Sie richtig Punkte beim Publikum.

Berlin, 18.05.2013

Letzte Folie – letzte Chance!

Berlin, 05.05.2013

 Wie können Sie Ihre Präsentation gut beenden?

Fragen Sie sich, was das Publikum nach Ihrer Präsentation idealerweise denken, entscheiden oder wie es handeln soll.Das Ende Ihrer Präsentation bietet die Optimale Gelegenheit den entsprechenden Impuls in Richtung dieses Ergebnisses zu setzen…. Z.B:

  • Auffordern („Unterschreiben sie heute und erzählen sie es gleich weiter)
  • Anbieten („Testen Sie unser Angebot einen Monat kostenlos“)
  • Einladen („Besichtigen Sie doch gerne mal unser Objekt)
  • Fragen (“sehen sie noch einen Grund, der sie daran hindert… ?)
  •  Zusammenfassen („… es spart Geld, Zeit und ist darüberhinaus mobil“)
  • Schlussfolgern („das bedeutet vor allem für Sie, dass Sie endlich mehr Zeit für sich und ihre Liebsten haben…“)
  • Beispiel / Beweis („Der Prototyp wurde letzten Monat bereits vn 50 Personen erfolgreich genutzt“)

Unabhängig von Ihrem Schlusswort, geben Sie dem Publikum nochmals die Möglichkeit Verständnisfragen zu stellen.

Zeigen Sie nie mehr als Sie sagen!

 

 

Es dürfen nie mehr Informationen zu sehen sein als Sie mündlich vortragen. Ansonsten ist die Gefahr groß, dass Ihre Zuschauer sich um eine Erläuterung betrogen fühlen.
Berlin, 27.04.2013